Der regelmäßigen Barbetrieb wird meist von Leuten aus dem flinte Kollektiv gemacht.

Neben diesen wird der Raum von verschiedenen queeren und/oder feministischen Gruppen genutzt. Das Kollektiv trifft sich zweimal im Monat zu Plena um organisatorische und inhaltliche Fragen zu klären. Jeden 1. Donnerstag im Monat um 18.00 Uhr findet das Orga-Plenum statt. Dazu sind alle Personen, die sich in der Einladungspolitik wiederfinden herzlich eingeladen, ob du dich danach weiter im Kollektiv einbringen willst oder nicht.

Falls du einen Raum für deine Gruppe oder als Einzelperson außerhalb der Baröffnungszeiten brauchst, kannst du dich bei uns melden.

Über die Eulenpost kannst du jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.

In der flinte gibt es keinen Konsumzwang. Wer hierher kommt, muss nichts von der Bar konsumieren und kann gerne auch Mitgebrachtes trinken und essen. Für Getränke gibt es Spendenvorschläge. Dennoch entscheidest du selbst, ob und wieviel du für Getränk von der Bar spenden willst oder kannst.

Leider ist der Raum für Rolli_benutzer_innen nicht barrierefrei. Für die hohe Türschwelle gibt es eine Rampe, die bei Bedarf hinausgetragen wird. Neben der Eingangstür befindet sich eine Glocke. Das Klo ist nicht mit einem Rollstuhl zugänglich. Im nahen 25hours Hotel in der Lerchenfelderstraße, gibt es aber ein barrierefreies Klo das benutzt werden kann.

Bei den verwendeten Begriffen und unserer Einladungspolitik geht es uns um die Anerkennung von Menschen. Viele Menschen müssen sich alltäglich gegen Zuschreibungen wehren, davon wollen wir in der flinte möglichst wenig haben.

Die flinte wird immer noch oft als Frauen*café bezeichnet. Mit der offiziellen Namensänderung hoffen wir weiter Abstand von der Vorstellung zu nehmen, alle Personen im Raum seien Frauen oder könnten so bezeichnet werden. Das ist falsch. Die Einladungspolitik ist genauso vielfältig wie die Menschen die den Raum besuchen und nutzen.

Deshalb sehen wir unsere Einladungspolitik auch mehr als einen Versuch und kein abgeschlossenes Idealkonzept. Sowohl die Kommunikation als auch die Umsetzung ist voller Widersprüche. Wie wir Menschen sehen und sie einzuordnen haben wir über eine lang Zeit gelernt und perfektioniert. Erlerntes abzulegen ist schwer. Menschen können aber nicht von Außen definiert werden.

Deswegen möchten wir nicht, dass einzelne Personen an der Tür der flinte auf ihre Identität angesprochen werden oder sie aus dem Raum verwiesen werden.

Das Ansprechen von einzelnen Personen, die “nicht ins Bild passen”, kann ausschließend und verletzend sein. Außerdem würde eine solche Praxis den strukturellen Ausschluss von Inter* und Trans*personen verfestigen. Genau das wollen wir nicht.

Wir wollen auch nicht, dass Leuten an der Tür gesagt wird, dass die flinte ein FINT- Raum ist. Mit Plakaten, Türschildern und ähnlichem versuchen wir deutlich zu machen, dass die flinte ein Raum für Frauen, Inter-, Non-Binary und Transpersonen ist und überlassen es den Menschen selbst, ob sie sich darin wiederfinden. Die flinte ist stark genug um auch einen versehentlich hier gelandeten dyacis Mann, eine zeitlang im Raum zu haben. Wir wollen versuchen verschiedene Lebensrealitäten zu verstehen und daraus einen respektvollen Umgang miteinander entwickeln

Alle, die hier sind, gestalten den Raum mit. Respektvolles Verhalten ist eine wichtige Basis für den Raum.

Glaub nicht, dass du eine Person kennst, aufgrund dessen, wie sie redet, aussieht oder du sie wahrnimmst. Menschen verwenden unterschiedliche Selbstbezeichnungen. Personen zu fragen, ob sie als “er”, “sie” oder mit einem anderen Pronomen angesprochen werden wollen, ist respektvoll. Fremdzuschreibungen können verletzend sein. Manchmal ist es besser, erst mal zuzuhören oder die Person selbst zu fragen.

Die Leute hinter der Bar sind als Ansprechpersonen da. Wenn sich jemand dir gegenüber grenzüberschreitend, verletzend oder unangenehm verhält, kannst du dir Unterstützung von ihnen holen. Greif ein oder sag bitte bescheid, wenn du mitbekommst, dass sich jemand gegenüber jemand anderem so verhält.

Still not LOVEing

  • Rassismus
  • Transfeindlichkeit
  • ANTISEMITISMUS
  • ANTIROMAISMUS
  • (CIS-)SEXISMUS
  • MISOGYNIE
  • HOMOFEINDLICHKEIT
  • ABLEISMUS
  • BIFEINDLICHKEIT